Wissenschaft | Sonderausstellung Faszination Vielfalt im Senckenberg Naturmuseum

[Frankfurt am Main] Was ist Vielfalt? Was macht Biodiversität aus und gab es früher eine größere Diversität in der Natur als heute? Diesen und weiteren Fragen geht die kleine Sonderausstellung „Faszination Vielfalt“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt nach. Neben klassischen naturkundlichen Präparaten gibt es Käfer, Fossilien, Minerale und sogar Meteoriten zu sehen. Die Exponate sind dabei Zeitzeugen, Mahnmale und Faszination zugleich. 


Biodiversität als das große Ganze
Die wissenschaftlichen Sammlungen der Senckenberg Forschungsgesellschaft aus den Bereichen Zoologie, Geologie, Paläontologie, Anthropologie und Archäologie umfassen knapp 40 Millionen Objekte. Eine verhältnismäßig „kleine“ Auswahl von 1138 Stücken soll nun die Vielfalt dieser Sammlungen mit Blick auf das große Ganze abbilden – und uns deutlich machen, was es auf dieser Erde alles zu schützen gilt.

So wagt die Ausstellung neben einem Einblick in die Geobiodiversität aus Vergangenheit und Gegenwart auch einen Blick auf die aktuelle Forschung.

Faszination Vielfalt
Wer die Sonderausstellung besucht, sollte sich nicht allzu sehr über die Größe wundern, denn Vielfalt gibt es zwar im gesamten Senckenberg Naturmuseum zu sehen, die reine Sonderausstellung „Faszination Vielfalt“ umfasst jedoch nur einen einzigen Raum: den Wolfgang-Steubing-Saal im 2. Obergeschoss des alten Museumsgebäudes.

Der Ausstellungsraum empfängt den Besucher mit einer gänzlich in Schwarz gehaltenen Ausstattung. In einer einzelnen 15 mal 4 Meter großen Vitrine an der Wand sind die rund 1138 Objekte neben-, über- und untereinander wild kombiniert zu sehen. Einige davon sind nicht größer als ein Stecknadelkopf, andere hingegen stattlich und eindrucksvoll oder äußerst skurril: Käfer, Alkoholpräparate, Schwämme, Fossilien und ein Tiger teilen sich den schmalen Raum hinter der Scheibe mit vielen weiteren Exponaten.

Digitalisierung im Museum
Wer dort schnell den Überblick verliert, bekommt Unterstützung von zwei interaktiven digitalen Infostationen links und rechts im Raum, die eine stilisierte Abbildung der Wand der Vielfalt zeigen und Informationen zu jedem Objekt bereithalten. Um die Ausstellungsstücke genauer zu betrachten, kann entweder das passende Foto auf dem Bildschirm ausgewählt oder ein Blick durch das mittig installierte Fernrohr gewagt werden.

An einem Medientisch können mehrere Personen gemeinsam oder gegeneinander Forschungsaufträge ausführen und die Tiere aus der Ausstellung in ihrem gewöhnlichen Habitat aufspüren.

Bedingt lohnenswert
Der Besuch allein für die Sonderausstellung „Faszination Vielfalt“ lohnt sich bei einem Preis von 10 Euro pro Karte (5 Euro für Studenten) definitiv nicht. Da aber alle anderen Ausstellungen des Senckenberg Naturmuseums im Preis enthalten sind, ist ein Besuch in Kombination mit den anderen Museumsbereichen durchaus lohnenswert. Einen halben Tag sollte man allerdings für den Aufenthalt in Frankfurt einplanen und vielleicht am Nachmittag noch einen Blick auf die „neue alte Altstadt“ am Römer werfen.

Weiterführende Informationen:
Die Ausstellung „Faszination Vielfalt“ läuft noch bis zum 13. Januar 2019.
Zum Blog des Senckenberg Naturmuseums: 200jahresenckenberg.de/blog/faszination-vielfalt/


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